Lamborghini Espada: Motor und Technik

Lamborghini Espada: Motor und Technik

Die Mechanik des Lamborghini Espada oder auch Tipo 108, wie der interne Code lautete, kam weitgehend von der GT-Reihe beziehungsweise deren Nachfolger Islero, den Lamborghini zeitgleich mit dem Espada präsentierte.

Der bewährte Vierliter-V12 des Lamborghini Espada, auch hier mit seitlich angeflanschten Vergasern und konventioneller Ölwanne, produzierte 239 kW (325 PS), bei 6500 1/min; bei 4500 Touren standen 374 Nm Drehmoment zur Verfügung. Eine hauseigene Fünfstufenautomatik leitete die Kräfte weiter; auf Wunsch montierte das Werk ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

Alle vier Räder wurden an doppelten Dreieckslenkern geführt und über Federbeine abgestützt. Alternativ stand wenige Monate nach Produktionsbeginn eine hydropneumatische Federung mit der Bezeichnung Lancomatic zur Wahl, die jedoch selten bestellt wurde. Die Steuerung besorgte eine Kugelumlauflenkung von ZF, anfangs noch ohne Servounterstützung. Scheibenbremsen vom englischen Hersteller Girling kümmerten sich um die Verzögerung.

Wie üblich, gab Lamborghini dem Espada eine reichhaltige Sammlung an Instrumenten mit; indes wirkte das Armaturenbrett in seiner Formgebung recht eigenwillig – Bertone steckte gerade in seiner kubistischen Phase. Dem gepflegten Charakter des großen Coupés entsprechend, gehörten Lederbezüge, elektrische Fensterheber und eine Klimaanlage zur Serienausstattung. In einem späteren Showcar waren sogar eine Minibar und ein TV-Modul integriert.

Motordaten:

Motor: V 12 – 4 Liter Hubraum
Leistung: 325 / 350 PS
Max. Geschwindigkeit: 245 / 260 km/h

Weitere Informationen zum Lamborghini Espada:

Lamborghini Espada - weitere Infos und Bilder
Lamborghini Espada - Die Idee des sportlichen Reisewagens
Lamborghini Espada im Lexikon

Fotos: (c) Lamborghini
Quelle: Lamborghini