Grausen bei Daimler: Verarmter US-Konzern will Geld

Grausen bei Daimler: Verarmter US-Konzern will Geld


Trivial Pursuit

Daimler-Benz ging vor 50 Jahren schon einmal eine fragwürdige Allianz mit einem wackligen US-Hersteller ein: Studebaker. Schon diese Verbindung entwickelte sich nicht, wie man es sich in Untertürkheim gedacht hatte.

Daimler-Benz hatte 1958 faktisch keinen Vertrieb auf dem wichtigen US-Markt; Studebaker steckte derweil in einer zähen Finanz- und Innovationskrise. Der Plan sah vor, Fahrzeuge von Mercedes-Benz übers Studebaker-Netz zu vertreiben, was den frustrierten Händlern ein wenig Glanz und vor allem handfeste Dollars in die Häuser spülen sollte.

Allerdings passten die schwäbischen Qualitätsautos zu den Studebakers der Zeit wie Filetsteak auf einen Hamburger. Warum ein karg ausgestatteter Vierzylinder-Ponton mit Recht das Doppelte eines chrombehangenen Sechszylinder-Studebaker kostete, das verstand kaum ein US-Bürger, alteingesessene Studebaker-Händler am allerwenigsten. Die Allianz zerbrach 1964, Daimler-Benz baute einen eigenen Vertrieb auf und Studebaker schlitterte endgültig dem Untergang entgegen.

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