Ferdinand Porsche

Ferdinand Porsche

Die superschnellen Traumautos von Ferdinand Porsche sind nicht nur im Motorsport seit mehr als 50 Jahren erfolgreich, der ideenreiche Konstrukteur war unter anderem auch für die Entwicklung des VW-Käfers verantwortlich.

Ferdinand Porsche wird am 3. September 1875 als drittes Kind des Spenglers Anton Porsche geboren. Schon in früher Jugend zeigte sich sein außergewöhnliches technisches Talent. Er absolvierte nach der Volksschule eine Lehre im Installateurbetrieb seines Vaters und bildete sich in Abendkursen der Staatsgewerbeschule weiter. Auch besuchte er Vorlesungen der TH Wien, war jedoch nie offiziell dort inskribiert. Im Alter von 18 Jahren arbeitete er 1893 für die Vereinigten Elektrizitäts-AG Béla Egger in Wien und war dort in weiterer Folge als Leiter der Prüfabteilung tätig. In dieser Zeit meldete der junge Konstrukteur auch sein erstes Patent für die Konstruktion des Radnabenelektromotors an.

Die Geschichte von Porsche beginnt 1897 mit Ferdinand Porsches Eintritt in die Wiener Jakob-Lohner-Hofkutschenfabrik, er entwickelte dort Elektrofahrzeuge und Mischwagen. Schon drei Jahre später stellt er auf der Pariser Weltausstellung den Lohner-Porsche, eine Elektroauto, vor. Dies macht den jungen Konstrukteur und Testfahrer über Nacht berühmt. Im Jahr 1906 wechselt er zu Austro-Daimler wo er ab 1916 als Generaldirektor tätig ist. Unter anderem ist Ferdinand Porsche dort mit Verantwortlich für die Entwicklung der SS- und SSK-Kompressor Rennwagen.

Lohner-Porsche Ferdinand Porsche's Elektroauto - "Lohner-Porsche"

Nach einem kurzen Engagement bei Steyr macht sich Ferdinand Porsche 1931 als Konstrukteur in Stuttgart selbstständig. Als einer der ersten Aufträge entwickelte er 1931 einen Kleinwagen (Porsche Typ 12) für Zündapp in Nürnberg. Diese Porsche-Entwicklung, obwohl eigentlich die erste, bekam die Nummer 7. Später entwickelte Ferdinand Porsche für NSU den Mittelklassewagen Porsche Typ 32. 1934 konstruierte er im Auftrag der Regierung den VW-Käfer und drei Jahre später den Volkstraktor. 1944 verlegte Ferdinand Porsche sein Konstrukteursbüro nach Gmünd und stellt so die Weichen für die heutige Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG.

Nach dem zweiten Weltkriegs war Ferdinand Porsche für einige Monate in Haft, konnte jedoch 1948 einen Freispruch erreichen. Während dieser Zeit entwarf sein Sohn "Ferry" den Porsche 356, das erste Auto das auch den Namen Porsche trug. Ferdinand Porsche soll nach seiner Entlassung gesagt haben: „Keine Schraube hätte ich anders gemacht“. Mit dem Porsche 356 war der Grundstein für den weiteren Erfolg von Porsche gelegt.

Ferdinand Porsche verstarb im Januar 1951 in Stuttgart im 76. Lebensjahr. Die Porsche Museen in Stuttgart und Gmünd erinnern noch heute an den einmaligen Konstrukteur und Erfinder. Die Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG ist heute einer der bekanntesten Hersteller von Sportwagen überhaupt.

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