Erik Comas anlässlich der e-miglia: Die E-Mobilität kommt

Erik Comas anlässlich der e-miglia: Die E-Mobilität kommt

Die e-miglia (2. bis 6. August 2011) war und ist eine Rallye für Elektrofahrzeuge mit  unterschiedlichsten Fahrzeugkonzepten. Mit dabei waren: C-Zero, Electric RaceAbout, ...

Im Schalensitz Nr. 78

... eMini, E-M3, eRuf, i-Miev, iON, Jetcar, Mega Van, Nissan Leaf, Raleigh Dover, Smart, Stromos, Tesla, Think, Tazzari, Twike. Emissionsfrei meisterten die Fahrzeuge knapp 800 km von München über den Großglockner nach Bozen und schließlich bis nach St. Moritz. Mit dabei war auch der ehemalige Formel 1-Fahrer Eric Comas – und wurde respektabler Fünfter.

Wenn Sieger feststehen, dann gibt es folglich meist auch Verlierer. Die Teilnehmer der e-miglia denken anders. Sie sind alle Gewinner, denn sie konnten die selbst gesetzten Ziele und das Finalziel erreichen. Erfahrungen und Erkenntnisse wurden gewonnen, die der Weiterentwicklung der E-Mobilität sehr zugute kommen. Nicht unerwarteter Erstplatzierter der e-miglia 2011 ist Tim Ruhoff, Team Energiebau im Tesla mit der Startnummer 1. Jede einzelne Etappe meisterte er als Bester und holte sich so den Sieg und die Prämie von € 5.000,00. Zwei Mal gestartet und zwei Mal gewonnen. Immer im Tesla. Tim Ruhoff liebt und lebt das Thema E-Mobilität. Privat hat er nie ein Auto besessen und bewegt sich am liebsten per E-Bike durch die Stadt. Geschäftlich setzt er seine Mobilitätsvision um: „Für Unternehmen machen wir eMobilität zur Marketing-Offensive – Damit bringen wir die Energiewende auf die Strasse.“

  "Strom tanken" Porsche

Die e-miglia 2011 glänzte durch unterschiedliche Fahrzeugkonzepte. Höchstgeschwindigkeiten von 120 kmh bis 220 kmh. Reichweiten von 100 km bis 350 km. 2Rad, 3Rad, 4Rad. Von 1 Mannstärke bis 600 PS. Teilweise unterstützt von Muskelkraft. Es ist Richard Schalber, dem Rallye Direktor gelungen, einen Event zu kreieren, der eine bestimmte Chancengleichheit schafft. Die sieht man im Ergebnis der Top 3: Tesla, Jetcar, Think. Wer sich dem Reglement entsprechend vorbereitet und präpariert, kann die e-miglia problemlos bewältigen, was bei den vielen Erstteilnehmern zu sehen war. Die beiden eRUF Fahrzeuge, von den man sich viel versprochen hatte, waren jedoch nicht regelkonform unterwegs und problematisch war dies primär im Ladevorgang, da die Fahrzeuge nicht mit der vom Veranstalter gestellten Ladetechnologie vertraut waren. Zudem hatten auch nicht beide Teams trainiert oder Rallye Erfahrung.

Die E-Mobilität wird kommen. Daran sind sich Politiker wie Industrie einig und investieren weltweit Milliardenbeträge. Die Zukunft der e-miglia sieht jetzt zuerst einmal frostig aus. Schon im kommenden Winter wird es die erste e-miglia “snow“ geben. E-Mobilität unter extrem kalten Bedingungen. Ein neuer Härtetest. Die Sommer e-miglia wird 2012 noch sportlicher werden mit einem strafferen Reglement. Ob eine Zeitprüfung dabei sein wird, wie sich einige Teilnehmer wünschen, wird sich Richard Schalber vielleicht noch überlegen. Alles in allem war die e-miglia 2011 ein großer Erfolg und ein weiterer Meilenstein der Elektromobilität.

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