DKW Oldtimer: Im Zweitakt zum Erfolg

DKW Oldtimer: Im Zweitakt zum Erfolg

DKW Oldtimer sind nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte der heutigen AUDI AG, ohne DKW würde es Audi heute vielleicht gar nicht mehr geben.

Nach dem 2. Weltkrieg brachen schwere Zeiten für  die Auto Union in Ingolstadt an. Schlussendlich waren es die DKW-Motorräder und Autos mit ihren Zweitakt-Motoren, die dem Unternehmen wieder auf die Beine halfen.

Der Gründer von DKW war Jörgen Skafte Rasmussen. In Nakskov/Dänemark geboren, ließ sich Rasmussen in Mittweida und Zwickau zum Ingenieur ausbilden und gründete 1907 als 29-jähriger in Zschopau im Erzgebirge eine kleine Fabrik zur Herstellung von Dampfkesselarmaturen. Während des 1. Weltkrieges entwickelte der Däne dort einen Dampfkraftwagen, dessen Initialen (DKW) später seinen Produkten den Namen geben sollten. Nach 1918 stellte Rasmussen die Produktion in Zschopau auf Zweitaktmotoren um und begann mit der Fertigung von Motorrädern. In einer unglaublichen Aufwärtsentwicklung gelang es ihm, die Zschopauer Motorenwerke 1928 zur weltweit größten Motorradfabrik aufzubauen.

 

Im gleichen Jahr begann Rasmussen mit der Automobilfabrikation und baute als Erster in Deutschland serienmäßig frontgetriebene Fahrzeuge, die sich in immer größeren Stückzahlen verkauften. Die Weltwirtschaftskrise ging aber auch an DKW nicht spurlos vorüber und auf Initiative der Sächsischen Staatsbank kam es 1932 zur Fusion der sächsischen Kraftfahrzeughersteller Audi, Horch, DKW und Wanderer zur Auto Union. Rasmussen war eine der Schlüsselfiguren bei der Gründung der Auto Union AG, der er zwischen 1932 und 1934  als Vorstandsmitglied angehörte. Unvereinbare Differenzen in Führungsauf- aufgaben führten aber dazu, dass Rasmussen 1935 aus der Auto Union AG ausschied. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Dänemark zurück, wo er am 12. August 1964 in Kopenhagen verstarb.

Rasmussen wirkte mit seiner Marke DKW in mehrfacher Hinsicht innovativ. Als die Konkurrenz längst etabliert war, kam DKW erst auf den Markt und schaffte es, Kunden wie Händler zu emotionalisieren. Mit technisch genial einfachen und robusten Produkten ermöglichte gerade DKW breiten Bevölkerungsschichten den Einstieg in die Mobilität. Unterstützt durch clevere Werbestrategien wie hochattraktiven Ratenzahlungsmodellen ließen sich die Kunden an die Marke binden, der sie auch nach dem Krieg treu bleiben sollten – und das, obwohl es über Jahre gar keine neuen DKW-Produkte mehr gab.

Mit dem DKW-F102 von 1964 endete die Zweitakt-Ära Das Audi Markenzeichen der Vier Ringe symbolisiert die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer, die in der Auto Union zusammengefasst wurden. Auto Union und NSU, die 1969 fusionierten, prägten die Entwicklung des Automobils maßgeblich. 1985 entstand aus der Audi NSU Auto Union AG die AUDI AG.

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