Der Opel Manta - Seine Geschichte

Der Opel Manta - Seine Geschichte

Das Jahr 1970 wurde für Opel durch die Einführung einer neuen Modellreihe zu einem bedeutsamen Jahr in der Werksgeschichte. Es war die Geburtsstunde des Manta! Der Opel Manta wurde in aller Stille als „Projekt 1450“ entwickelt und war Opels Antwort auf den Ford Capri, der bereits 1968 erfolgreich auf den Markt gebracht wurde.

Der Opel Manta A war die Coupé-Version des zwei Monate später vorgestellten Opel Ascona A, mit dem er technisch identisch war. Es gab zunächst drei Ausführungen Manta, Manta L und Manta SR (Rally Version) mit unterschiedlichen Motorisierungen.  1,6 Liter Motoren mit 68 PS und 80 PS sowie 1,9 Liter Motoren mit 90 PS. Die Basis-Version des Opel Manta hatte einen 1,6 Liter Motor unter der Haube und der Manta Rally ein 1,9-Liter Triebwerk. Generell zeichnete sich der Manta A durch eine selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit stoßnachgiebiger Heck- und Frontpartie aus. Die langgezogene Motorhaube, die kurze Heckpartie mit vier runden Rückleuchten, die breiten Türen mit rahmenlosen Fenstern und der schwarze Kühlergrill mit den vier Rundscheinwerfern verliehen dem Wagen ein sportliches aussehen.

Opel Manta B 1975 lief der letzte Manta A vom Band, der Nachfolger Manta B wurde im Herbst gemeinsam mit dem Opel Ascona B vorgestellt. Beide Modelle basierten auf der Bodengruppe ihrer Vorgänger, wurden jedoch gründlich überarbeitet. Der Manta-B war ein wenig gewachsen, die Spurweiten des Fahrwerks wurden verbreitert und die Federwege verlängert. Auch das Aussehen wurde verändert und zahlreiche Detailverbesserungen durchgeführt.

Opel Ascona Schon bei der Modelleinführung versuchte Opel den Manta zum Männerauto zu stilisieren. Die Form mit der niedrigen Gürtellinie und die lange Motorhaube mit kurzem Heck verliehen dem Wagen ein sportliches aussehen.  Zudem versuchte Opel den Trends der späten 60er-Jahre zu folgen.  Sportliche Fahrzeuge mit hoher Leistung und entsprechendem Fahrverhalten, sowie Komfort und individuelles Design waren sehr gefragt. Die Pony-Car-Ära die unter anderen mit dem Ford Mustang in den USA ihre Anfänge fand, stand für - für amerikanische Verhältnisse - kompakte und leichte Mittelklassefahrzeuge (meist Coupé oder Cabrio), welche mit einem leistungsstarken Motor ausgestattet waren.  Der kompakte und formschöne Mustang war nach seiner Einführung im Jahr 1964 in den USA sehr erfolgreich. An diesen Erfolg wollte man auch in Europa anknüpfen auch wenn die Motorisierung keineswegs so üppig ausfiel. Es war eher die äußere Form, die den Erfolg ausmachte.

 
Die Zielgruppe des Opel Manta bestand primär aus jungen Menschen die auf der Suche nach einem sportlichen und zugleich bezahlbaren Auto waren. Wirklicher Sportsgeist wollte bei den ersten Manta-Versionen jedoch nicht so recht aufkommen. Lediglich die 1,9-Liter-Motoren der GT/E-Version (ab 1974) hielten ansatzweise, was die aufregende Karosse versprach. So wurde schnell versucht selbst Hand am Auto anzulegen um dessen Leistung zu verbessern.  Es gab viele Tuner die versuchten die Leistung mittels Turboaufladung oder Sechs-Zylindermotoren zu verbessern. Besonders der Manta B (ab 1975) wurde in den 80er- und 90er-Jahren zum Kultobjekt von Tuning-Freunden und der Mantafahrer klischeehaft zum Sinnbild oder sogar zum Synonym eines Tuning-Freaks.


Für Opel war der Manta ein großer Erfolg. Von beiden Modellreihen zusammen wurden in den Jahren 1970-1988 insgesamt 1.056.436 Wagen gebaut. Abgelöste wurde der Manta 1989 vom Opel Calibra. Seinen Namen verdankt der Manta übrigens, wie auch schon die 1963 präsentierte Chevrolet Corvette Stingray (Stachelrochen) einem Tier, dem Mantarochen.

Manta Video von carsablancaTV