Chrysler verzichtet auf Superauto

Chrysler verzichtet auf Superauto


Schlau werden mit Carsablanca

Man kann auch mit Großserienmaterial einen Supersportler bauen – das zu beweisen, war das Anliegen der Chrysler Corporation, als sie sich Mitte der Achtziger an der Entwicklung des ultraheißen Dodge M4S beteiligte.

Dazu kooperierte man mit dem Kunstfaserhersteller PPG Industries, der Karosserie und Lackierung beisteuerte, und mit dem Rennwagenspezialisten Huffaker für den Gitterrohrrahmen und Fahrwerk. Einzig der Motor stammt aus der Mopar-Produktion; er basiert auf dem 2,2-Liter-Vierzylinder, der damals Dodge Daytona und ähnliche Sportcoupés antrieb. Cosworth setzte einen dohc-Kopf mit Turbolader und eine Bosch-Einspritzung auf, was eine Leistung von über 400 PS brachte.

Das aus einem Großserienblock! Dieser Vierzylinder gilt zu Recht als eine der besten US-Motorkonstruktionen überhaupt. Tests mit dem Dodge M4S ergaben eine Spitze von knapp unter 200 mph, also deutlich über 300 km/h. Sechs Stück wurden gebaut, dann kam Chrysler zu der bemerkenswerten Auffassung, dass die Ära der Supersportwagen vorbei sei und stoppte das Auto.

Der Dodge M4S wäre wahrscheinlich vollends (und zu Unrecht) vergessen, wenn er nicht einen spektakulären Auftritt im B-Movie Interceptor bekommen hätte.

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