Bremsen vorne? Lächerlich!

Bremsen vorne? Lächerlich!


Schlau werden mit Carsablanca

Wer bremst, verliert! Besonders die Südländer fahren gern in diesem Sinne, nicht wahr? Wie seltsam, dass ausgerechnet eine italienische Marke als erste serienmäßig Vorderradbremsen einbaute – mehr als ein Jahrzehnt vor der Verbreitung von Vierradbremsen.

Bis tief in die Zwanziger hinein bremsten Autos nur mit den Hinterrädern. Das lag daran, dass man in der Zeit vor der Verbreitung von Hydraulikanlagen noch kein zuverlässiges System hatte, Bremsen an gelenkten Rädern zuverlässig zu betätigen. Italiens nobelste Marke, Isotta-Fraschini, begriff lang vor der Konkurrenz, dass es der Gesundheit zuträglich ist, wenn man die Vorderachse mitbremsen kann. Also entwickelte man ein System aus Gestängen und Kreuzgelenken, das schon 1911 in Serie ging. Dafür zog sich Isotta-Fraschini den Spott der Presse und der Konkurrenz zu, ließ sich aber nicht beirren und konnte sich mehr als ein Jahrzehnt später bestätigt sehen, als sich Vierradbremsen langsam durchsetzten.

Sie haben auch eine Perle des Wissens? Schreiben Sie der Redaktion.