Auch das noch: ein Plastik-Volvo

Auch das noch: ein Plastik-Volvo


Schlau werden mit Carsablanca

Als Volvo-Chef Assar Gabrielsson 1953 die USA bereiste, entdeckte er die Leidenschaft der Amerikaner für europäische Sportwagen. Diesen Markt wollte er nicht allein den Engländern überlassen, also gab er den Anstoß für einen Volvo-Sportwagen.

Nein, das Ergebnis war nicht der P1800. Volvo nutzte Komponenten des Buckelvolvo PV444 für das Fahrgestell, während Gabrielsson beim Bootsbauer Glasspar in Kalifornien vorstellig wurde. Glasspar war ein Pionier des glasfaserverstärkten Kunstharzes (GFK) und entwarf eine Zweisitzer-Karosserie. Korpus und Heck tragen durchaus die Handschrift von Glasspar, doch die Front folgte einem Wunsch von Gabrielsson.

Dem hatte der hauseigene Volvo-Prototyp P179 gut gefallen, der ein en eindrucksvollen Kühlergrill trug. Genau sowas wünschte sich der Volvo-Chef jetzt für das Cabriolet. Leider konnte Glasspar offensichtlich nicht recht was mit der Idee anfangen, das Haifischmaul wirkt hier unbeholfen und fehl am Platz.

Trotzdem traf die erste Karosserie bald in Schweden ein. Der neue Typ P1900 war ab 1956 zu kaufen – aber wie sich bald zeigte, erreichten die Glasspar- Karosserien nie das Qualitätsniveau, das Volvo sich wünschte. Auch war das Chassis nicht vollends ausgereift – Gabrielssons Nachfolger Gunnar Engellau stoppte die Produktion 1957, nachdem er ein Wochenende mit dem P1900 verbrachte hatte.

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