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Autobianchi

Autobianchi

Autobianchi war seit den Fünfzigern eng mit Fiat verbunden und erhielt im Konzern bald die Funktion des Experimentierfelds: Autobianchi-Produkte mussten nicht unbedingt Gewinn abwerfen, dafür konnte Fiat ohne Gefahr für den eigenen Namen neue Konzepte auf ihre Lebensfähigkeit und Vermarktbarkeit testen.

Das moderne Kompaktauto

Eins der wesentlichen Aufgabenstellungen für Autobianchi war die Entwicklung des modernen Kompaktautos. Als Alec Issigonis 1959 mit dem Mini das erste ausgereifte neuzeitliche Kompaktauto produktionsreif hatte, erkannte Dante Giacosa, der inspirierte Fiat-Chefingenieur, das Potential des Mini-Konzepts. Da Fiat zu der Zeit für kleine Autos nur Heckmotoren einsetzte, übertrug man die Entwicklung an Autobianchi. Das Ergebnis war der Primula , der das Konzept des VW Golf großserienfähig machte – und zwar zehn Jahre früher. Bianchi, die Keimzelle, entstammt dem Fahrradbau und hat daher seine Wurzeln im 19. Jahrhundert.

Die ersten Autos entstanden 1899. Nach dem Zweiten Weltkrieg operierte Bianchi zunächst als unabhängiges Entwicklungszentrum. Um eine eigene Produktion wieder aufnehmen zu können, verbandelte sich Bianchi 1955 mit Pirelli und kam dadurch unters Dach des Fiat-Konzerns. Der Markenname wandelte sich im selben Zug zu Autobianchi. Die Fahrzeuge der Marke blieben Kleinwagen, besonders prominent der enorm erfolgreiche A112 . 1969 wurde Autobianchi der neu zum Konzern gestoßenen Marke Lancia untergeordnet, die letzte eigene Entwicklung war der Lancia Y10 . Fahrräder von Bianchi kann man bis heute kaufen.

Autobianchi Modelle

  • Primula

    Auf den ersten Blick sieht dieser Autobianchi aus wie eine Marginalie: geringe Auflage, ...

  • A111


  • Bianchina