Oldtimer-Lexikon » Marken »

Tucker

Tucker

Das Auto von morgen: Preston Thomas Tucker hatte sein Vermögen mit der Herstellung von Plexikanzeln für Weltkriegsbomber gemacht und träumte nun von einer bezahlbaren und fortschrittlichen Limousine, um Amerikas Mobilität zu revolutionieren, mit futuristischem Design, einem starkem Aluminium-Sechszylinder Boxermotor aus einem Hubschrauber, schwenkbaren Scheinwerfern und völlig neuen Sicherheitsstandards. Für die Realisierung seines amerikanischen Traums hatte der Magnat aus Michigan die Besten der Besten an seiner Seite. Der erfolgreiche Nascar-Konstrukteur und Chefmechaniker John Eddie Offutt und Designer Alexander S. Tremulis, der in seiner langen Karriere noch Lokomotiven und Raumschiffe konzipieren würde, halfen Tucker bei der Realisierung seines Traums. Als nach der Präsentation des Tucker Torpedo 1946 in Chicago die Finanzierung stand, begann zwei Jahre später der Bau der ersten Autos mit dem offiziellen Namen Tucker 48 in einem ehemaligen Flugzeugmotorenwerk in Illinois. Das blieb auch den groPen Autokonzernen Ford, Chrysler und General Motors nicht verborgen, die nervös die Entstehung der Tucker beobachteten. Nach Anschuldigungen wie „ein Auto, was Sicherheitsgurte benötigt, kann nicht sicher sein“ und zahlreichen Verleumdungen landete Preston T. Tucker schliesslich mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung vor Gericht. Eine lange Stellungnahme, die Tucker in diversen Tageszeitungen veröfffentlichte, konnte das Blatt nicht mehr wenden. Die Behörden stoppten die Produktion nach dem 51sten Tucker 48 und schlossen das Werk. Tucker selbst wurde zwar freigesprochen, der ganze Stress ließ ihn jedoch erst zum Kettenraucher werden und bald darauf an Lungenkrebs sterben. Die Produktion des Tucker 48 wurde nie wieder aufgenommen, aber bis heute existieren weltweit noch 47 originale Tucker. Einer davon gehört heute Regisseur Francis Ford Coppola, der Preston T. Tucker 1988 mit seinem Film ein würdiges Denkmal setzte.

Tucker Modelle