TR2  Triumph

TR2 

Technische Daten

Hersteller Triumph

Der Beginn der Roadster-Ära bei Triumph begann mit einem klassischen Fehlstart. Das 1952 ausgegebene Entwicklungsziel, einen kleinen Sportwagen mit den Dimensionen eines MG auf die Räder zu stellen, war zwar viel versprechend, aber die verordnete Verwendung der noch auf Halde liegenden Leiterrahmen des Flying Nine und die Nutzung des Standard-Vanguard 2-Liter-Motors engte die Entwickler zu stark ein.
Das fertige Produkt erfreute 1952 weder das Auge noch den als Testfahrer verpflichteten Formel 1-Piloten Ken Richardson, der den Wagen als „verdammte Todesfalle“ bezeichnete. Um es besser zu machen holte Triumph sich den Rennfahrer ins Entwicklungsteam und brachte in nur drei Monaten pünktlich zum Genfer Salon 1953 den TR2 zur Serienreife. Entscheidendes war geschehen, das neuentwickelte Chassis hatte nun die für einen Sportwagen geeignete Steifigkeit, der Motor hatte dank einer konventionellen Leistungskur angemessene 90 PS und die Bremsen waren dank größerer Abmessungen dieser Herausforderung gewachsen.
Ein aerodynamisch optimierter Wagen durchbrach am 20. Mai 1953 mit Richardson am Steuer die 200 km/h-Marke und sorgte damit für großes Aufsehen. Die Serienversion erreichte immerhin 160 km/h und war damit eines der schnelleren Autos seiner Zeit. Eine weitere positive Überraschung war der günstige Kaufpreis des englischen Roadsters, ein Porsche 356 1500S mit 70 PS war um die Hälfte teurer.
Der Triumph war dafür das primitivere Auto, seine konservative Konstruktion mit Leiterrahmen und aufgesetzter Karosserie drückte mit rund einer Tonne vehement auf die Waage, hinten kam eine Starrachse mit Blattfedern zum Einsatz und die an allen vier Rädern verbauten Trommelbremsen waren ebenfalls kein technisches Highlight.
Hier wurden die archaischen Roadstertugenden gepflegt bei denen harte Männer in hart gefederten Autos Sturm und Regen Aug in Aug begegneten. Simple Steckscheiben und die zeltartige Verdeckkonstruktion täuschten Wetterschutz nur an. Der Fahrer hatte zu arbeiten, er musste dem Fahrzeug jede Kurve abringen. Den Triumph zu bewegen glich einer Tortur, die Arme wurden von der schwergängigen Lenkung gestählt, die Waden wurden stramm von widerspenstigen Kupplungspedalen und verstärkerlosen Bremsen, er wurde weich geklopft vom unkommentiert weitergereichten Straßenzustand und durchgeschüttelt von den Vibrationen des Frontmotors. Der TR2 bot ungefiltertes Roadstervergnügen für kleines Geld. Niemand nahm es deshalb dem Wagen krumm, dass sein Motor auch in einem Traktor von Ferguson zum Einsatz kam, viel wichtiger stellte sich seine Robustheit und Langlebigkeit in den Dienst lang anhaltenden Roadsterspaßes.
Bis 1955 entstanden 8.636 Exemplare der urigen Fahrmaschine, dann wurde er durch seinen technisch gereiften Nachfolger TR3 ersetzt.

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