Stag Triumph

Stag

Technische Daten

Hersteller Triumph

Fehlkonstruktion oder nicht? Die Meinungen gehen bis heute auseinander, selbst unter Triumph -Fahrern. Wie so oft bei BLMC führte ein Weg voll guter Absichten zu einem Produkt zweifelhafter Qualität.

In diesem Fall war die Idee, einen klassischen Grand Tourer unterhalb von Jaguar zu plazieren, der direkt gegen die Mercedes SL antreten sollte. Das legte die Latte deutlich höher als BLMC jemals springen konnte. Immerhin, man wählte ein sinnvolles Konzept: ein Targa-Coupé mit V8, italienischem Design von Michelotti und aufwendigem Fahrwerk. Es hakte an der Ausführung, vor allem beim Motor. Konzernschwester Rover hatte zwar einen ausgezeichneten Motor im Programm, konnte aber kaum den eigenen Bedarf decken. Also baute man ein neues Triebwerk.

An der falschen Stelle gespart 

 Das Problem dabei: Aus verfehltem Ökonomiedenken war den Triumph-Ingenieuren aufgetragen, aus einem frisch entwickelten Vierzylinder einen V8 zu bauen. In gewisser Weise bot sich das an, weil die Zylinder des Vierers um 45° gekippt liegen. Wenn man eine zweite Bank im selben Winkel daneben setzt, hat man einen schönen V8 mit obenliegenden Nockenwellen. Leider fehlte die Zeit, den Motor zu Ende zu entwickeln, weshalb der V8 einige ärgerliche Eigenschaften hat.

Die hervorstechendste darunter ist die Steuerung der Nockenwellen: Beide Nockenwellen hängen an derselben, enorm langen Kette, die deshalb häufiger Ölwechsel und ständiger Kontrolle bedarf und nach spätestens 40.000 km ersetzt werden muss. All das wird im Alltag gern vergessen. Dazu kam, dass das Werk den aufwendigen Aluguss für die Motorenblöcke nicht in den Griff bekam und erhöhte Temperaturen zu Verwerfungen im Metall führen konnte.

Rufselbstmord 

 So kam es, dass der Triumph Stag 1970 zwar gut ankam, aber binnen kürzester Zeit einen Ruf katastrophaler Unzuverlässigkeit entwickelte – auf dem wichtigen US-Markt absolut tödlich. Darum entstanden bis 1977 nur knapp über 25.000 Stück.

Heute lassen sich all diese Mängel problemlos in den Griff bekommen. Der Stag genießt die ausgezeichnete Teileversorgung aller Nachkriegs-Triumph, und wenn man ihn richtig behandelt, kann er inzwischen tatsächlich neben einem Mercedes 350SL R107 bestehen.

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