50 Steyr

50

Technische Daten

Hersteller Steyr

Darf man ein Auto “knuddelig” nennen? Eher nicht. Gleichwohl, es gibt eine Ausnahme: den Steyr 50. Die Ausnahme ist durch den liebevollen Spitznamen gerechtfertigt, den das Auto schon zu Zeiten seiner Herstellung bekam: Steyr-Baby. Ein Kuschelauto sollte er gleichwohl nicht werden, eher ein moderner Kleinwagen, günstig in Anschaffung und Unterhalt und mit guten Fahrleistungen. Die Steyr-Daimler-Puch AG wünschte zu Anfang der Dreißiger mit einem solchen Auto einen österreichischen Volkswagen zu bauen. Der Wagen war bei seiner Vorstellung 1936 ein sehr fortschrittliches Auto: Einzelradaufhängung rundum, Plattformrahmen, Vierzylinder-Boxermotor, Vierganggetriebe, stromlinienartige Karosserie mit vier vollwertigen Sitzplätzen und einem enormen Stahlschiebedach. Das Auto war ein Entwurf des Entwicklungsdirektors Karl Jenschke, der noch vor der Premiere des 50 zu Adler nach Frankfurt/M ging, wo er dasselbe Konzept nochmals verwirklichte, als Adler 2,5 Liter . Der Steyr 50 wurde leider kein Volksauto, vor allem weil er teurer geriet als geplant – er war technisch zu aufwendig. 1938 bekam er eine Überarbeitung, deren wichtigstes Merkmal eine Vergrößerung des Hubraums von einem auf 1,2 Liter ist. 1940 endete die Produktion nach 13.000 Babys.

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