P4 Rover

P4

Technische Daten

Hersteller Rover

Der Rover P4 wurde als erstes Nachkriegsmodell der englischen Traditionsmarke 1949 auf der Earls Court Motorshow in London vorgestellt. Der neue Rover trug ein Kleid im modischen Pontondesign, was konservative Briten als „shocking!“ empfanden.
In verschiedenen Ausführungen mit 4 oder 6 Zylindern wurde dieses Automobil der gehobenen Mittelklasse (“The poor man’s Rolls Royce“) 15 Jahre lang 130.342 mal gebaut. Nach Deutschland wurde der Rover P4 offiziell nie eingeführt.

Besonders zu erwähnen ist die überaus solide Fertigung mit zahlreichen liebevollen Details. Unter dem Handschuhfach befindet sich zum Beispiel eine in Holz gefasste Schublade mit dem Bordwerkzeug, die Scheibenwischer werden bei Sonnenschein automatisch aus dem Sichtbereich des Fahrers bewegt und in einer Halterung außerhalb der Frontscheibe geparkt und welches Auto verfügt schon über höhenverstellbare Armlehnen in den Türen. An der Benzinanzeige lässt sich auf Knopfdruck der Ölstand ablesen.

Der Innenraum verwöhnt mit Holz und Leder, die Instrumente stammen von Jaeger, die Uhr von Kienzle. Mehr hatte die Konkurrenz aus Deutschland, der Mercedes Benz 220 S (Ponton) auch nicht zu bieten.

Die Karosserie (Hauben und Türen bis 1962 aus Aluminium) und das Fahrwerk sind überaus solide gefertigt, was das hohe Gewicht des Rovers (1500 kg) bedingt, mit dem aber die seidenweich und leise laufenden Sechszylinder Motoren keine Mühe hatten. Das Spitzenmodell 110 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von damals durchaus erwähnenswerten 160 km/h. In seinen letzten Produktionsjahren war der P4 mit seinem Leiterrahmen und seiner Vorkriegstechnik schon veraltet und deshalb gaben die Briten den etwas schwerfälligen und altbacken dreinschauenden Autos liebevoll den Spitznamen “Auntie“ („Tantchen-Rover“).

Meine alte Britische Lady trägt den Namen „Tante Agathe“.

Christoph Capelle

Modellvarianten P4

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