504 Peugeot

504

Technische Daten

Hersteller Peugeot

Das Jahr 1968 sah viele revolutionäre Ereignisse, die Ablösung des enorm erfolgreichen Peugeot 404 durch den 504 gehörte aber sicherlich nicht dazu. Wieder hatte sich der französische Hersteller beim Design auf Pininfarina verlassen und wieder setzte man in Souchoux auf Heckantrieb und Frontmotor. Viele der eingesetzten Komponenten hatten ihre Alltagstauglichkeit schon im Vorgänger unter Beweis gestellt.
Das Arbeitsvolumen des Motors war auf 2 Liter angewachsen, mit den resultierenden 82 PS stand er aber nicht im Verdacht, den jungen Wilden spielen zu können. Die 1.255 kg Leergewicht dämpften zusätzlich das Temperament. Eine sportliche Ausrichtung hätte allerdings auch für Überraschung gesorgt, denn mit Peugeot wurden eher komfortable Qualitäten verbunden und der 504 machte da keine Ausnahme.
Dass hier dennoch vier unabhängige Radaufhängungen und vier Scheibenbremsen zu finden waren zeugte von der Besorgnis der Ingenieure um die Sicherheit der Passagiere. Auch Dreipunkgurte für die Vordersitze entsprangen wachsendem Sicherheitsdenken, die höhenverstellbaren Kopfstützen hingegen fanden in den Prospekten von Peugeot als Komfortmerkmal Erwähnung. Und als besonders komfortable Langstreckenlimousine blieb das Gewächs 504 aus der französischen Provinz den Meisten im Gedächtnis, die Gestaltung von Sergio Pininfarina erwies sich als eine Spur zu unspektakulär, selbst der gewagte Abwärtsknick der Kofferraumhaube störte kaum die Ruhe der Linien; womöglich fand im 504 der diskrete Charme der Bourgeoisie seine automobile Gestalt.
Aufregender stellten sich die beiden Ableitungen Cabrio und Coupé dar, die ebenfalls bei Pininfarina gestaltet wurden und deren Karosserien auch dort in Italien hergestellt wurden. Deren zeitlose sportliche Eleganz stand aber im krassen Gegensatz zur Leistungsentfaltung der Anfangs angebotenen schwachbrüstigen Vierzylinder, deren Potenz mit den sportlichen Linien nicht Schritt halten konnte.
Erst 1974 sorgte der PRV (*P*eugeot-*R*enault-*V*olvo-Gemeinschaftsentwicklung) V6 für adäquate Fahrleistungen bei den Zweitürern, der Limousine wurde diese Antriebseinheit jedoch vorenthalten. Dafür kamen Großfamilien und Handwerker ab 1971 in den Genuss der Familiale genannten Kombi-Version, die mit einer optionalen dritten Sitzbank und raumsparender hinterer Starrachse auch vor gigantischem Personen- und Gepäckaufkommen nicht zurückschreckte.
Auch wenn der 504 nicht unbedingt zum Liebling der Massen avancierte und ein bescheidenes Dasein als familientaugliches Transportmittel fristete, konnten die Entwicklungskosten gedeckt und einträgliche Gewinne durch die 3,7 Millionen abgesetzten Exemplare erzielt werden.
Vor allem in Afrika erfreute sich der 504 großer Beliebtheit, erst 2005 endete die Fertigung in Nigeria, im französischen Mutterland wurden hingegen schon 1980 die Bänder angehalten.

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