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Peel

Peel

Noch kleiner als einen Peel bekommt mans nur, wenn man Räder an eine Waschmaschine schraubt. Die Mikroautos von der Peel Engineering Co. von der Insel Man hätte ein Japaner wahrscheinlich als unwürdig abgelehnt. Trotzdem, Peel meinte es durchaus ernst mit seinen Mikroautos.

Der Peel P50 hält bis heute den Rekord als kleinstes geschlossenes Serienauto – er misst 1,35 × 0,9 Meter in der Grundfläche und wiegt leer 60 Kilo. Ein normalwüchsiger Fahrgast kann also das Fahrzeuggewicht problemlos aufs Zweieinhalbfache steigern, nur indem er einsteigt. Er kann dann den DKW -Mofamotor über Reißleine anlassen und Fortbewegung in Angriff nehmen. Der kleine Zweitakter bringt es immerhin auf 4,2 PS – dazu braucht er aber 6800/min. Solche Drehzahlen samt zugehörigem Geräusch bringen den Insassen in der kühlschrankgroßen Kabine nah ans spontane Organversagen.

Der nächste Peel, der Trident von 1965, ebenfalls ein Dreirad von nahezu erwachsenen 1,83 Metern Länge, bietet sogar zwei Personen Platz, sofern sie gut miteinander bekannt sind (falls sie es nicht sind, wird sich das schnell ändern). Der Clou des Trident ist die strebenlose Plexiglasblase, die sich über die Gürtellinie erhebt – darunter hat man den denkbar besten Überblick und ist nach fünf Minuten Sonnenschein gar wie ein Brathähnchen. Der Trident wird vom selben Motor angetrieben wie sein Vorgänger, was sein Beschleunigungsvermögen trotz Weltraumgleiteroptik auf das Niveau einer gehbehinderten Großmutter senkt.

Peel gab den Fahrzeugbau 1966 auf, sehr zum Bedauern nicht nur verschiedener Großmütter, sondern auch eines Fankreises, auf, der diese Autos in britischer Ernsthaftigkeit bis heute fährt.

Peel Modelle

  • P 50

    Der Peel P50 vereinigt 7 Spitzenleistungen unter seinem kleinen Dach, er ist mit 49ccm das Auto mit ...

  • Viking Sport