24 Panhard

24

Technische Daten

Hersteller Panhard

Der Typ 24 war 1963 der letzte Hoffnungsträger des traditionsreichen Herstellers Panhard et Levassor. Mit diesem neuen Modell versuchte man Kunden zu gewinnen, die dem Baumuster PL17 zusehends davonliefen.

Allerdings reichte die Finanzdecke für eine Neukonstruktion nicht aus, man musste auf vorhandene Komponenten aufbauen. Daher übernahm der Typ 24 weitgehend die Bodengruppe des Vorgängers. Die war durchaus brauchbar, der PL17 hatte besonders bei Langstreckenrennen gute Erfolge eingefahren. Darauf baute man ein sehr elegantes Coupé, das durch großzügigen Einsatz von Aluminiumblechen leicht geriet – aber das musste es auch sein, denn man hatte nur einen kleinen Boxermotor mit zwei Zylindern zur Verfügung, der in einem schwereren Wagen auf verlorenem Posten gekämpft hätte.

Leider hatte Citroen als Großaktionär ein Mitspracherecht bei der Konstruktion. Für ein völlig neues Mittelklassemodell gab es kein grünes Licht, da Citroen gerade mit dem GS selbst einen Mittelklassewagen entwickelte und man eine unternehmensinterne Konkurrenz befürchtete.

160 km/h mit 50 PS 

 Die Fahrleistungen des Grundmodells 24C waren seiner Konkurrenz ebenbürtig, sein Benzinkonsum ausgesprochen gering, seine Gestaltung war so ansehnlich, dass Citroen einige Partien für den anstehenden Facelift der DS übernahm, etwa die Gestaltung der in die Karosserie integrierten Scheinwerfer. Der 24 bot eine reichhaltige Serienausstattung, in der Version CT hatte er einen 50 PS-Motor, mit der er satte 160 km/h lief – für solche Fahrleistungen musste man damals woanders deutlich mehr bezahlen.

1964 erhielt die Basisversion einen um 25 cm verlängerten Radstand, was der Rückbank wahrlich fürstlichen Platz schenkte. Diese Version heißt 24B. Ein Erfolg wurde sie dennoch nicht: Die Kundschaft wollte keinen Zweizylinder, das war eindeutig zu wenig für ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse – egal wie flott das Auto ist. Da der Motor auch regelmäßige Wartung benötigt, die ihm nicht immer gegönnt wurde, galt der 24 bald als unzuverlässig. Der sparsame Verbrauch half nicht viel: Um den Benzinverbrauch ihrer Autos machten sich die Kunden sich erst zehn Jahre später Gedanken, als die OPEC begann, am Ölhahn zu drehen.

Panhards letztes Aufgebot 

 In einem letzten Aufbäumen versuchte Panhard im Oktober 1965 noch einmal Käufer zu gewinnen: Man bot den 24 in einer abgespeckten Version ohne Luxus, fast ohne Ausstattung zu einem extrem niedrigen Preis an, aber auch diesem 24BA war kein Erfolg beschieden.

1967 wurde der letzte 24 ausgeliefert; der ging nicht etwa an ein Museum, sondern an einen Handelsvertreter von Pernod, der den Wagen in den Firmenfarben blau und gelb bestellt hatte.

Modellvarianten 24

weitere Panhard Modelle