Safari Monteverdi

Safari

Technische Daten

Hersteller Monteverdi

Der Safari war – zunächst – ein Geniestreich und Glücksfall von und für Peter Monteverdi und später wohl eher ein Unfall für die Käufer.
Genial und im richtigen Augenblick nutzte PM die mit dem Range Rover aufkommende Luxus Geländewagenwelle. Statt langer Entwicklung nahm PM kurzerhand die Plattform des IHC SCOUT II und lies darauf bei Italienischen Kleinserienherstellern eine luxuriöse Karosserie bauen, die auch formal dem Range Rover überlegen war.
Viele potentielle oder – wie ich – frustrierte Range Rover Kunden kauften spontan dieses Fahrzeug, dessen amerikanische Technik allen Konkurrenten weit voraus war. Der IHC SCOUT II bot einen robusten Leiterrahmen, einen 305 cui Motor aus der Familie der stationären Mähdrescher, ein robustes Toqueflite Dreigang Automatik-getriebe, ein Zwischengetriebe, das während der Fahrt den Allrad zuschalten konnte – das war damals einen Sensation – eine selbstsperrende Hinterachse und manuelle Sperren an der Vorderachse.
Fahrleistungen und Fahrkomfort waren für damalige Verhältnisse überragend und es war ein Monteverdi, auch erkenntlich an zwei nicht nur glänzenden Endrohren der Doppelauspuffanlage.
Der Fahrer hatte ein herrliches Personal Lenkrad in der Hand,
die Sitzposition war perfekt und die Aupreisliste reichten bis zur Kombination mit der privaten Hausschliesanlage.
Ich habe damit über 200 000 Km zurückgelegt – ohne technische Defekt. Dafür gab es aber anderen Ärger. Die Karosserie wurde aus
Recycling Stahl gebaut und das hatte schwerwiegende Folgen.
Manche Safaris rosteten schon bei der Heimfahrt von Basel.
Ander brauchten etwas länger aber insgesamt blühte jeder Safari
über kurz oder lang. Selbst aufwenige Restaurierungen halfen da wenig. Das Blech blühte von innen heraus noch nach Jahrzehnten.
Für Leistungshungrige bot PM eine Version mit einem 7,2 Liter Chrysler Motor, das nur wenige Käufer fand.
Insgesamt wurden ca. 1000 Safaris gebaut, von denen wahrscheinlich heute keine 10 mehr zugelassen sind. Wie sinnvoll eine Restaurierung ist kann ich nicht sagen, teuer wird sie auf jeden Fall. Das hier abgebildete Fahrzeug wurde von PM’s HofKarosseriebauer Rudi Wenger in Basel mit viel Engagement wieder aufgebaut.
Wahrscheinlich der beste Safari aller Zeiten.

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