Arabella Lloyd

Arabella

Technische Daten

Hersteller Lloyd

Genie und Wahnsinn der Borgward-Gruppe zeigen sich im Motor der Arabella: Der Zweizylinder des Vorgängers Alexander war zu schwach, beim Schwesterunternehmen Goliath gab es einen 1100er Vierzylinder-Boxer, der sich angeboten hätte. Doch leider: Als man das Motorproblem erkannte, war die Entwicklung der Arabella zu weit fortgeschritten, als dass man noch Platz für den Goliathmotor hätte schaffen können. Also baute Lloyd einen eigenen Vierzylinder-Boxer, unter Verzicht auf Gleichteile. Ebenso typisch für die Borgward-Gruppe: Es wurde ein richtig ordentlich konstruiertes Aggregat draus: 900 Kubik, bis zu 45 PS, jede Menge Temperament. Das restliche Auto war auch ein brauchbares Produkt: elegant, flott, dank Frontantrieb groß genug für vier Personen. Und wieder – borgward-typisch litt die Arabella an ärgerlichen Kinderkrankheiten, so haben Schaltgestänge und Getriebe ihre Mucken, anfangs drang Regenwasser in den Innenraum und ähnliches mehr. Diese Macken wurden zwar schnell kuriert, aber Arabellas Ruf war ruiniert. Dazu umschwefelte den Namen Lloyd immer der Duft nach Zweitaktöl und Leukoplast; selbst als man die Arabella 1960 zu einem Borgward beförderte, klebte dieser Duft fest. Nach dem Untergang riefen böse Menschen ihr nach, die Gewährleistungs- und Nachbesserungskosten hätten entscheidend zur Pleite des gesamten Konzerns beigetragen. Die Sache war natürlich viel komplexer, aber fünf Jahre nach der Pleite wollte keiner mehr was mit der hübschen Arabella zu tun haben. Ein hartes, unverdientes Schicksal für die kleine Schönheit.

Modellvarianten Arabella

weitere Lloyd Modelle

  • LT


  • Alexander

    Die weit verzweigte Borgward-Gruppe hatte mit Lloyd einen der maßgeblichen Kleinwagenproduzenten ...