Aurelia Lancia

Aurelia

Technische Daten

Hersteller Lancia

Mit dem frühen Hinscheiden des Firmengründers Vincenzo Lancia 1937 ging die Sorge um, das Turiner Unternehmen könnte eventuell seine Philosophie, das technisch Machbare in seinen Automobilen zu verwirklichen, ändern.
Die ab 1950 verkaufte Aurelia belehrte die Kritiker eines Besseren, wieder hielt ein Feuerwerk technischer Innovationen Einzug in ein Erzeugnis des Turiner Herstellers. Der von Alfa Romeo kommende Vittorio Jano durfte für die Aurelia seine schon in Rennwagen bewährte Transaxle-Bauweise verwirklichen. Dabei sorgte die Trennung von Motor und Getriebe für eine ausgeglichene Gewichtsverteilung und einen deutlichen Traktionsgewinn an der angetriebenen Hinterachse. Direkt am Differential-Getriebe-Block waren auch die Trommelbremsen verbaut, was die ungefederten Massen reduzierte.
Der Motor war ein technisches Wunderwerk ohne Vorbild. Einerseits glich er einem klassischen V6 Motor mit einem Zylinderwinkel von 60 Grad, andererseits hatte jeder Kolben seinen eigenen Hubzapfen was eher dem Muster eines klassischen Reihenmotors entsprach. Die Hubzapfen waren um jeweils 60 Grad versetzt angeordnet, weshalb die Zündreihenfolge ebenso gleichmäßig wie bei einem Reihensechszylinder erfolgte, der bessere Massenausgleich der V-Anordnung steigerte die Laufruhe abermals. Ein weiterer Vorzug war die Kürze des Motors, er war nur unwesentlich länger als ein Reihenvierzylinder. Obwohl die Ventile über Stoßstangen und eine zentrale Nockenwelle betätigt wurden, konnte De Virgilio dennoch hemisphärische Brennräume realisieren.
Den Schock der Moderne, der auch die erstmalige Verwendung von Stahlgürtelreifen von Michelin mit einschloss, wurde in einer schnörkelfreien Karosserie von Pininfarina verabreicht, einzig der klassische Wappengrill hielt der Tradition des Hauses die Treue. Wie schon bei der Vorgängerin Aprilia , wurde auch bei der Aurelia auf die B-Säule verzichtet, sowohl der leichte Zugang zum Fond als auch die Übersichtlichkeit der Karosserie profitierten davon. Zur stilvollen Berlina gesellten sich noch ein elegantes Coupé und ein rassiges Cabrio, deren Formen ebenfalls bei Pininfarina entstanden.
Vor allem das Coupé überzeugte sowohl mit seinen Fahrleistungen als auch mit seinem Komfort und prägte den Begriff des Gran Tourismo.

Modellvarianten Aurelia

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