XK Jaguar

XK

Technische Daten

Hersteller Jaguar

Eine Unabhängigkeitserklärung sollte es werden, denn endlich stellte Jaguar sein eigenes Triebwerk her. Eine neue, sportliche Limousine sollte den passenden Rahmen für die neue Maschine bilden. Während die Motorenentwickler schon den wundervollen Sechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen zur Produktionsreife gebracht hatten, hinkte die Entwicklung der selbsttragenden Karosserie bei Pressed Steel dem Zeitplan hinterher. Um den neuen Motor trotzdem auf der London Motor Show 1948 präsentieren zu können, wurde kurzfristig der Bau eines Sportwagens beschlossen.
Große Chancen am Markt wurden dem Roadster aber nicht eingeräumt, Jaguar plante mit dem jährlichen Absatz von 240 Exemplaren. Diese erhielten eine Leichtmetallkarosserie auf einem Eschenholzrahmen, welche in aufwändiger Handarbeit hergestellt wurden. Jaguar hatte weder mit der überwältigenden Resonanz der Messebesucher, noch mit dem Eingang zahlreicher Bestellungen gerechnet, die vom Jaguar-Lenker William Lyons persönlich gestaltete Karosserieform hatte den Geschmack der Zeit getroffen.
Abgesehen von seinen äußerlichen Qualitäten überzeugte der neue Jaguar mit seinen inneren Werten. Der neue Motor, inseltypisch steuersparend als Langhuber ausgelegt, konnte mit der schnellen Optik Schritt halten. Die Maschine erwies sich als großer Wurf, sie verhalf nicht nur dem XK zu seinem großen Erfolg, auch sein Nachfolger, der E-Type und die Limousinen des Hauses kamen in seinen Genuss. Bis 1987 sorgte der immer wieder modifizierte und aktualisierte Reihensechser für jaguartypischen, sportlichen Antriebskomfort. Doch schon seinem ersten Gast, dem XK, machte er gehörig Dampf unter dem Hintern. Nachdem sich Jaguar zu einer auf größere Stückzahlen angelegten Fertigung des XK durchgerungen hatte und deshalb auf eine rationeller zu fertigende Karosserie aus Stahlblech wechselte, setzte die Raubkatze auch auf Rennstrecken zum Sprung an. Der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1951 stellte dem Paket aus Coventry ein hervorragendes Zeugnis aus.
Dass nicht nur Rennfahrer in den Genuss des XK kamen, erreichte Jaguar mit erfreulich günstigen Preisen: die Konkurrenz von Aston Martin war nicht nur teurer sondern auch schwächer!
Durch kontinuierliche Verbesserungen waren Motor- und Fahrleistungen immer in Augenhöhe zur Konkurrenz, 1957 stand eine tiefgreifende Retusche der Karosserielinie zum XK150 an, die nicht nur Freunde fand. Gegen die nun erstmals in einem Serienfahrzeug verbauten Scheibenbremsen an allen vier Rädern regte sich hingegen kein Widerstand. Der XK 150 war der Schlussstein der XK-Reihe, die bis 1961 rund 30.000 mal gefertigt wurde, ihr Erbe trat der nicht weniger bewunderte E-Type an.

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