Mk II Jaguar

Mk II

Technische Daten

Hersteller Jaguar

Bei Jaguar hatte man sich nie große Mühe gemacht, den Autos tolle Namen zu
geben, stattdessen beschränkte man sich auf die Kunst, tolle Autos zu bauen.
Der 1959 vorgestellte Mk II war wieder vom Gründer William Lyons gezeichnet worden, der die Form des erfolglosen Mk I ein wenig streckte, korrigierte und einige Linien der erfolgreichen XK-Sportwagen einfließen ließ.
Was nach einer Gestaltung aus dem Hobby-Keller, nach Improvisation und Patchwork klingt, führte zu einer der gelungensten Limousinenformen der Auto-Geschichte, deren Betrachtung allein schon Glücksgefühle wecken konnte. Diese Gefühle konnten durch eine Ausfahrt noch gesteigert werden, denn bei Jaguar hatte man der Limousine die potenten Reihensechszylinder der Sportwagen aus gleichem Hause gegönnt.
Zwar mussten die Zylinderköpfe für die beengteren Platzverhältnisse des Limousinen-Motorraums angepasst werden und damit blieben einige PS auf der Strecke, aber bei 220 PS für die 3,8-Liter-Version konnte nicht von Leistungsmangel gesprochen werden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h hatte man die schnellste Serienlimousine der Welt im Programm, der man dann auch konsequent vier Dunlop Scheibenbremsen für die entsprechende Verzögerung mit auf den Weg gab.
Hätten sich die Talente des Mk II mit diesen Vorzügen erschöpft, würde man ihn womöglich dennoch schon vergessen haben; das dem nicht so ist, verdankt er der unvergleichlichen Verbindung seiner Kraft mit einem gekonnt abgestimmten Fahrwerk, mit dem einem 100 Meilen in der Stunde (~160 km/h) vorkamen wie mit anderen Autos 80 km/h.
Das Fahrwerk ersparte den Insassen weitgehend den Straßenzustandsbericht ohne die notwendigen Aufgaben der Radführung und Traktion zu vernachlässigen.
Hohe Reisegeschwindigkeiten auf langen Autobahnetappen waren das eigentliche Metier des Jaguars. Bei nicht zu forscher Fahrweise und nur gelegentlichem Aufsuchen höchster Drehzahlregionen konnte das Triebwerk mit Haltbarkeit glänzen, den unwissenden Dauervollgasfahrer setzten die zu kleinen Öl- und Kühlwasserkreisläufe bald motorseitig matt. Der Kundige ließ im mittleren Drehzahlband der Katze ihren geschmeidigen Lauf und zelebrierte die Mühelosigkeit des Gleitens in einem Kokon aus Holz und Leder (das ab 1966 allerdings aus der Chemiefabrik bezogen wurde) in einem lichten Pavillon aus Glas, Chrom und Stahl.
Mit keinem anderen Auto seiner Zeit konnte man so schnell, kultiviert und in der Gesellschaft von drei bis vier Mitreisenden von A nach B kommen.
Auch die Unterwelt würdigte lange diese Vorzüge und nutzte die Jaguar-Limousinen für schnelle Transporte und Fluchten, bis die Polizei sich ihrerseits der Dienste des Mk II versicherte, um den kriminellen Elementen angemessen folgen zu können.

Modellvarianten Mk II

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