AM 2 Hotchkiss

AM 2

Technische Daten

Hersteller Hotchkiss

“Die goldene Mitte” – dahinein setzte sich Hotchkiss in seiner Anzeigenkampagne ab 1924. In der sanften Werbediktion der Zeit ordnete sich die Marke damit ungefähr dort ein, wo sich Volkswagen auf dem heutigen Markt befindet: volksnah, aber gehobener Anspruch.

Der AM war Hotchkiss’ erste PKW -Neukonstruktion nach dem ersten Weltkrieg, Premiere war auf dem Pariser Salon 1923. Der AM zeichnete sich nicht durch eine überragend moderne Konstruktion aus; er sitzt auf einem konventionellen Chassis, der Motor ist ein sanfter Seitenventil-Vierzylinder von mäßiger Leistung. Der entscheidende Unterschied liegt in der überdurchschnittlich sorgfältigen Verarbeitung, die in Mittelklasse sonst kaum zu haben war. Aus dieser Qualität leitete Hotchkiss seinen Premium-Anspruch ab.

1925 erhielt der Motor hängende Ventile (ohv), damit steigen die Leistungsdaten des Autos erheblich – mit 52 PS war man seinerzeit recht ordentlich unterwegs. Den Hotchkiss-Ingenieuren gelang es dabei, die Laufruhe des seitengesteuerten Vorgängers fast vollständig zu erhalten.

In den folgenden Jahren entwickelte sich der AM langsam weiter, vor allem in Details – 1931 etwa lösten hydraulische Stoßdämpfer die altertümlichen Reibungsdämpfer ab, die Seilzugbremsen erhielten eine Einrichtung, mit der sie sich selbst nachstellen. 1928 erhält der AM einen neukonstruierten Dreiliter-Sechszylinder mit 70 PS.

Der Typ AM blieb bis 1933 in Fabrikation (zuletzt unter der Bezeichnung 412) – mit 20.000 Stück ein ordentlicher Erfolg für einen kleinen Hersteller.

weitere Hotchkiss Modelle