P3 Ford

P3

Technische Daten

Hersteller Ford

Dass man aus Erfahrung klug werden kann, bewiesen die Ford -Ingenieure 1959 bei der Entwicklung des neuen Taunus.

Der P3 wiegt fast zwei Zentner weniger als sein Vorgänger, dazu gelang den Konstrukteuren das Kunststück, den beachtlichen Cw-Wert von 0,389 zu erzielen – der Taunus P2 fährt mit einem Wert von 0,505. So erzielt der neue 17m mit einer kleineren Maschine bei geringerem Verbrauch bislang ungekannte Fahrleistungen.

Neuartiges Karosseriekleid

Der P3 trägt selbstbewusst ein völlig neuartiges Karosseriekleid zur Schau, womit er zeitgenössische Erwartungen von üppigen Chromverzierungen und trapezförmigen Grundformen unterlief. Statt dessen dominieren weiche Rundungen und sanfte Übergänge den Wagenkörper – beinahe eine Renaissance der Stromlinienform.

Tatsächlich texteten Ford-Werbeleute: “Die Stromform nutzt die volle Motorkraft zum Fahren“. Ford wagte mit dieser Abkehr vom Gewohnten und gewann tatsächlich die Begeisterung des Publikums: Die Verkaufszahlen entwickelten sich hervorragend, fast hätte man den Erzkonkurrenten aus Rüsselsheim in der Zulassungsstatistik eingeholt. Der neue Taunus begeisterte nicht nur durch sein Äußeres, auch die inneren Werte konnten überzeugen, was zahlreiche positive Tests in den einschlägigen Fachzeitschriften belegten. Obwohl viele Tester der neuen Linie zunächst skeptisch gegenüberstanden (der Wagen hatte bald den Namen “Badewanne” weg), waren sie am Ende ihrer Tests vom Taunus P3 überzeugt.

Viel Platz – und auf Wunsch sogar Dampf

Wichtiger noch als gute Presse waren aber die Kunden, denen man ein wartungsarmes Fahrzeug verkaufen konnte, das erstmals auf Schmiernippel am Fahrwerk verzichtete. Die Passagiere fanden ein großzügiges Platzangebot vor. Obwohl die Außenmaße im Vergleich zum Vorgänger nur marginal gewachsen waren, hatte eine besonnene Innenarchitektur zu mehr Wohnraum geführt. Fünf Passagiere durften bei einer Urlaubsfahrt auch einiges Gepäck mitnehmen, das entsprechende Abteil stellte immerhin 650 Liter zur freien Verfügung. Die Bedienung gab dem Fahrer keine Rätsel auf, Ford hatte sich auf das Nötige beschränkt.

Die Wagen waren günstig in der Anschaffung, gingen wirtschaftlich mit Kraftstoff um, erzielten angemessene Verzögerungswerte und straften den Besitzer auch nicht mit überhöhten Ersatzteilpreisen. Selbst für anspruchsvolle Sportfahrer gab es gegen Ende der Bauzeit des P3 noch die sportlichen TS-Ausführungen, die sogar den BMW 1500 in einem Vergleichstest von 1961 überrunden konnten. Unerhört.

Trotz aller Erfolge des P3 währte seine Karriere bei Ford nur kurze vier Jahre. Sein Ende zeichnete sich ab, da er nur für den Einsatz eines Reihenmotors ausgelegt war, Ford sah die Zukunft seiner Triebwerke aber in kurz bauenden V-Motoren, die ihren Einstand bereits 1962 mit dem Taunus 12M P4 gegeben hatten. Der Nachfolger P5 ließ leider innovatives Design vermissen und auch die stilistische Klarheit der Badewanne fand keine Fortsetzung, was den Taunus 17M P3 zu einer einmaligen Lichtgestalt in der Geschichte der deutschen Ford-Werke adelt.

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