Granada I Ford

Granada I

Technische Daten

Hersteller Ford

Der Vorstoß in die obere Mittelklasse war gut vorbereitet. Schon 1968 begannen die Ford -Ingenieure in Köln mit der Entwicklung einer neuen Limousine, zum ersten Mal in einer Gemeinschaftsentwicklung mit der Ford-Division Dagenham/England .

1972 dann die Überraschung: Eine komplett neue Modellreihe mit dem Namen einer spanischen Küstenstadt wartete in den Verkaufsräumen der Händler. Die moderne Karosserie von Designer Uwe Bahnsen zeigte eine flache Linie mit grösserem Radstand und breiterer Spur als beim Vorgänger, war aber insgesamt etwas kürzer. Es gab jetzt Einzelradaufhängung, neue Motoren und vier verschiedene Karosserievarianten mit etlichen Ausstattungen. Damit kam der Granada und sein Schwestermodell Consul nicht ganz so aufgedonnert um die Kurve wie der Taunus , aber souveräner und technisch anspruchsvoller als der nüchterne Opel Rekord : mehr Auto fürs Geld.

Das amerikanische Straßenkreuzer-Feeling

Dieser Slogan passte, denn die Abmessungen der neuen Modelle wirkten grösser als sie waren. Amerikanisches Straßenkreuzer-Feeling kam auf beim Fahren, was auch beabsichtigt war – vor allem beim Fastback, der allerdings eher als Coupé bezeichnet werden sollte. Mit dem gleichnamigen US-Granada hatten die europäischen Modelle nichts gemein.

Aus dem englischen Fordprogramm kam der Dreiliter Essex-V6, eine englische Entwicklung für den Capri . Lieferbar war dieses Aggregat allerdings nur für das Topmodell Granada. 1975 wurde die kargere Ausstattungsvariante Consul eingestellt. Der Granada lief bis 1977 in dieser Form weiter und kam zuletzt sogar mit einem K-Jetronic befeuerten 2,8 Liter Kölner V6 und als Kleinserie mit einem 205 PS starken May-Turbo auf den Markt.

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