F1 DKW

F1

Technische Daten

Hersteller DKW

Eins der bedeutendsten Autos der Geschichte wurde aus der Not geboren: DKW hatte Ende der Zwanziger die Zwickauer Audi -Werke gerettet, war dann aber in durch die Weltwirtschaftskrise selbst in Nöte geraten. DKW -Chef Rasmussen sah den Ausweg in einem billigen, einfach zu fabrizierenden Automobil – der Antrieb solle aus der vitalen Motorradproduktion kommen, der Rest so einfach wie möglich gebaut sein.

Man wählte den wassergekühlten Zweizylinder-Zweitakter des Motorrads SS500 samt Getriebe. Der Einfachheit halber empfahl sich Frontantrieb, zumal neuerdings das Problem des Gleichlaufs der Vorderräder gelöst war (bei Kurvenfahrt entwickelten die ersten Frontantriebsachsen ein materialmordendes Ruckeln) – DKW hatte eine Lizenz zur Fertigung der homokinetischen Gelenke des französischen Kleinherstellers Tracta erworben. Da der Primärtrieb, also die Kraftübertragung von Motor zu Getriebe, dem Motorrad entstammte, baute man den Motor so ein, dass die Kurbelwelle parallel zur Achse sitzt. Und damit war die Revolution geschehen: Bei seinem Debüt 1931 war der DKW F1 das erste Auto, das der bis heute gültigen Kleinwagenformel folgte: Frontantrieb mit Quermotor. Ein Zufallsprodukt, aber von profunder Bedeutung.

Den Käufern war die historische Bedeutung des kleinen DKW Front F1 gleichgültig, trotz Wirtschaftskrise und Depression fand DKW in nur zwei Jahren 4353 Abnehmer. Der F1 entwickelte sich über viele Schritte weiter – sein Antriebsstrang lebte im Prinzip kaum verändert bis 1989 weiter, zuletzt im Trabant P601 .

Modellvarianten F1

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