DS Citroen

DS

Technische Daten

Hersteller Citroen

La Déesse

1955 erbebt die Autowelt, als Citroen mit der DS 19 erstmals das lang gehütete Geheimnis seines neuen Topmodells lüftete.
Der Vorläufer hatte mit seinem Fahrwerk und Frontantrieb seit 1934 als Gangster-Limousine für Furore gesorgt, aber nie einen Preis für außergewöhnliche Gestaltung verdient. Umso größer erschien der Schritt zur DS, deren Namen im französischen als Déesse („Göttin“) ausgesprochen wird, deren Form aus einem neumodischen Zukunfts-Film entstammen könnte (wo die DS auch heutzutage noch gerne als Requisit eingesetzt wird).

Aber nicht nur Außen, auch Innen glänzte die DS mit neuen, wegweisenden Konzepten und technischen Lösungen, die der konservativen Konkurrenz schlaflose Nächte bereiten sollten. Wichtigster Meilenstein war das Fahrwerk, das auf herkömmliche Komponenten zur Federung und Dämpfung verzichtete und ein durchdachtes System aus Hochdruck-Hydraulik und Gasvolumina den Fahrbahnwidrigkeiten entgegenstellte.
Da man nun schon Ölhochdruck zur Verfügung hatte, setzten die Citroen-Ingenieure diesen auch noch zur Betätigung der Bremsen, der Kupplung und für die Servo-Unterstützung der Lenkung ein. Da man für das Bremsen nun keinen Pedalweg mehr brauchte, um den erforderlichen Bremsdruck aufzubauen, konnte das Bremspedal durch einen Auslöseknopf ersetzt werden.
Die Kupplung wurde durch einen Steuerstrom ausgelöst, der bei dem Berühren des Schaltstockes floss. Um die Sichtbarkeit der Instrumente auch bei Lenkbewegungen zu erleichtern, blieb nur noch eine einsame Speiche am Lenkrad stehen.
Die Karosserie war eine halbtragende Konstruktion mit einem Fachwerk-Plattformrahmen, das Dach bestand aus GFK , die Motorhaube bestand aus Aluminium.
Bei all diesen Innovationen mutete der Einbau eines Reihenvierzylinders wie ein Faux-Pas an, und das war er auch. Eigentlich sollte sich hier ein luftgekühlter Sechzylinder-Boxer an den glatten Karosserieboden schmiegen, aber die 18-jährige Entwicklung der D-Serie hatte keine entsprechenden Entwicklungsressourcen übrig gelassen.
Man behalf sich mit dem ohv-Motor des Traction-Avant, der aufrecht stehend halb in den Passagierraum ragte und sich lautstark in jede Unterhaltung mischte. Dieses altertümliche Monstrum überlebte allen Unartigkeiten zum Trotz nicht nur die zwanzigjährige Bauzeit der DS, er fand sich auch in ihrem Nachfolger, dem CX, wieder.

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