Sixteen Cadillac

Sixteen

Technische Daten

Hersteller Cadillac

Das Problem war das Getriebe. Oder genauer: das schmale Drehzahlband, in dem ein Ottomotor ein brauchbares Drehmoment abgibt. Nur dieser Eigenart verdanken wir überhaupt die Notwendigkeit eines Schaltgetriebes – in der Frühzeit des Automobils, vor Schaltklauen und Synchronringen, konnte einem das Schalten richtig auf den Wecker gehen.

Für die Hersteller von Luxuswagen war das besonders ärgerlich, denn man konnte den betuchten Fahrer von allem abschirmen, nur nicht vom Krachen im Getriebe. Also experimentierte man so fieberhaft wie ergebnislos am Automatikgetriebe und suchte in der Zwischenzeit die Lösung darin, das Schalten möglichst abzuschaffen. Dazu brauchte man enorm durchzugsstarke, turbinenartig laufende Motoren, und sowas erreicht man beim Ottomotor am einfachsten mit möglichst vielen Zylindern.

Der erste Serien-Sechzehnzylinder

 So brachte Cadillac 1930, im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise, den V-16, den ersten Serien-Sechzehnzylinder der Welt. Natürlich ist das Auto exquisit verarbeitet, sein Herzstück ist aber der Motor. Anfangs, bis 1937, hat der Motor den Winkel von 45° zwischen den zwei Bänken und ist kopfgesteuert. Die Jahrgänge 1938-40 besitzen einen völlig anderen Motor, einen Seitenventiler mit 135° Öffnungswinkel – ein enormer Aufwand für ein Auto, das sich zuvor schon nur marginal verkaufte.
Der V-16 zählt zu den Spitzenautos der Vorkriegszeit. Zwar ist er dem Stand der Technik von 1930 verhaftet geblieben, hebt die Möglichkeiten des Jahrgangs aber auf allerhöchstes Niveau.

Modellvarianten Sixteen