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Cadillac

Cadillac

Cadillac

Die Firma Cadillac, Synonym für überdimensional-große, amerikanische Nobelkarossen, hat seine Existenz vor allem einem Mann zu verdanken: Henry M. Leland.
Als Henry Ford seine zweite, nur mäßig-erfolgreiche Firma, die Henry Ford Company verließ, um den Weltkonzern Ford Motor Company zu gründen, überließ er den Verkauf der alten Produktionsmittel seinen Investoren. Diese beauftragten Henry Leland als Projektleiter.
Seine Aufgabe war klar definiert: auch die letzte Schraube des Unternehmens sollte verkauft und in Geld umgewandelt werden. Doch der Maschinenfabrikant Leland sah das noch vorhandene Potenzial dieser stillgelegten Firma: ein fertig entwickelter Wagentyp stand auf den Fertigungsplänen zum Bau bereit, ein Markt für den Viersitzer war definitiv vorhanden. Also musste Leland vor allem die Investoren überzeugen. Diese erahnten eine höhere Rendite verglichen zur bloßen Betriebsauflösung: also zahlten sie Henry Ford mit 900 Dollar aus und schossen noch etwas Geld in die neue Unternehmung. Nach der eher ungütlichen Trennung mit Henry Ford, brauchte Leland für seine Firma daher einen neuen Namen. Namensgeber wurde hierbei der französische Entdecker Antoine Laumet sieur de Cadillac, der die Stadt Detroit im Jahre 1701 gegründet hatte. Also verließ im Jahre 1902 der erste Cadillac die Produktionshallen, der zum größten Teil noch mit dem Ford Modell A baugleich war. Allerdings verbaute Cadillac einen selbst entwickelten 1-Zylinder-Motor mit 10 PS, der als äußerst solide und störungsfrei galt. Rund zweitausend Einheiten des „Cadillac 1903 Modell A“ konnten verkauft werden: genug um neue Modellreihen zu entwickeln, die ebenfalls durch eine äußerst präzise Fertigung begeisterten.
Daher kaufte General Motors die Firma Cadillac im Jahre 1909 für 5,9 Millionen Dollar, um auf dem rasch wachsenden Markt der Luxusautomobile erfolgreich vertreten zu sein.