Allegro Austin

Allegro

Technische Daten

Hersteller Austin
Baujahr 1973 - 1982

Wenn man ein Produkt weiterentwickelt, ist es im Normalfall besser als der Vorgänger. Die britische Autoindustrie, allen voran British Leyland , war in den Siebzigern weltweit führend im umgekehrten Prozess: Ihre neuen Autos waren in jeder Hinsicht dem Vorgänger unterlegen.

Dabei hätte zum Beispiel aus dem Nachfolger des Austin 1100 / 1300 (ADO16) ein schönes Auto werden können, jedenfalls wenn man die ersten Entwürfe betrachtet. Doch dann kam das BL-Management mit seinen notorisch konfusen Ideen. So verlangte man einen sperrigen Motor aus dem Morris -Regal und der knackige Erstentwurf begann aufzuweichen. Am Schluss war der neue Wagen rundlich-üppig und stand damit den kantigen Designtrends der Zeit entgegen – wie ein Kompaktwagen 1975 aussehen musste, zeigte der neue VW Golf . Neben dem sah der neue Austin Allegro ziemlich plump aus und bekam bald vom Volksmund den Namen Flying Pig.

“All-Aggro”

Andere formten seinen Namen um in “All-Aggro” – das waren die Käufer, die seine miserable Verarbeitung, schauerliche Straßenlage, deprimierende Farbgebung und knöchelbrechende Pedalanordnung täglich ertragen mussten. Das schlimmste Defizit des Allegro aber saß im Heck: Obwohl es gestalterisch problemlos möglich gewesen wäre, hatte der Allegro keine Heckklappe bekommen, sondern nur einen Kofferraumdeckel, der unter der Heckscheibe angeschlagen ist.

Im Gegensatz zu seinem erfolgreichen Vorgänger Austin 1100 war der Allegro schon nach vier Jahren, zur Hälfte seiner Produktionszeit, völig veraltet und musste sich dennoch bis 1983 durchschleppen. Immerhin, er hat sich in der Zwischenzeit eine verschworene Fangemeinde bilden können – nicht zuletzt weil er auf dem Gebrauchtwagenmarkt beinahe verschenkt wird.

Modellvarianten Allegro

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