1100 Austin

1100

Technische Daten

Hersteller Austin
Baujahr 1963 - 1974

Nachdem Alec Issigonis 1959 seinen revolutionären Mini produktionsfertig hatte, begann er sofort die Arbeit an einem neuen Mittelklassewagen für die British Motor Corporation. Dabei übertrug er die wesentlichen Merkmale des Mini auf eine größere Plattform: möglichst kurze Überhänge, quer eingebauter BMC -A-Serienmotor mit Frontantrieb, maximal nutzbarer Innenraum, dazu die geniale Hydrolastic-Federung . Die Außengestaltung übernahm Pininfarina .

Das Ergebnis der Bemühungen konnte sich sehen lassen, ein formschönes und modernes Fahrzeug mit erstaunlich großem Innenraum war entstanden. Der neue Wagen, intern ADO16, startete 1962 als Morris 1100 . Er war später auch unter anderen Namen erhältlich, etwa Riley oder Austin ; die Varianten unterschieden sich jedoch nur durch die Ausstattung. *
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Die letzte moderne Konstruktion der BMC

 ADO16 wurde der letzte wirklich moderne Wagen der BMC . 1967 kam die erste Überarbeitung, unter einigen Marken war nun ein 1,3-Liter-Motor erhältlich. 1971 folgte die letzte Überarbeitung (Mk III ), 1974 verließ der letzte ADO16, ein Vanden Plas Princess, das Werk. BMC dehnte das Grundkonzept des Wagens in den folgenden Jahren in immer voluminösere Varianten aus, bis hin zum 3 litre mit Sechszylinder und Stufenheck. Allerdings fehlte bei diesen Versuchen die Hand von Issigonis – je mehr die Grundidee sich aufblähte, desto grotesker wurde das Ergebnis. Die Bedeutung von Alec Issigonis für BMC (oder später British Leyland) zeigt sich daran, dass seine drei Konstruktionen, der Morris Minor , der Mini und ADO16, die einzig langlebigen Produkte des Konzerns wurden.

Wurzelholz und Leder: die kleine Prinzessin

 Was man aus ADO16 machen konnte, wurde deutlich, als Fred Connolly einen Austin 1100 mit Lederausstattung bestellte. Fred Connolly entstammte der traditionsreichen Kürschner-Familie, die Lederhäute für die edelsten Produkte der britischen Automobilproduktion lieferte, etwa Rolls Royce und Aston Martin . Sein Auftrag wurde von Vanden Plas ausgeführt, die nicht nur das feine Leder verarbeiteten, sondern auch das Armaturenbrett in Wurzelholz fassten und dem Grill ein herrschaftliches Aussehen verliehen. Das Ergebnis geriet so überzeugend, daß Connolly gebeten wurde, sein Fahrzeug für die Londoner Automobilschau 1963 zur Verfügung zu stellen.
Der Wagen stieß auf großes Interesse, die Zahl der Kaufwilligen ließ eine Serienfertigung der wirtschaftlich sinnvoll erscheinen. Um trotz des Mehrgewichts des luxuriösen Innenlebens ansprechende Fahrleistungen bieten zu können, kam der leistungstärkere MG-Motor zu Einsatz. Der Vanden Plas 1100 war ein teures Vergnügen, sein Preis war doppelt so hoch wie der seiner spartanisch ausgestatteten Markenbrüder von Austin und Morris, mehr Platz hatte er allerdings nicht zu bieten. Trotzdem konnte er fast 28000 Käufer mit seinen beträchtlichen inneren Qualitäten für sich einnehmen.  

Modellvarianten 1100

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